Kongressprogramm
Das Programm wird laufend aktualisiert – bis zur Veranstaltung können sich noch Änderungen ergeben und weitere Programmpunkte dazukommen.
Eine Anmeldung zu den Programmpunkten ist nicht erforderlich. Bitte beachten Sie jedoch die begrenzten Raumkapazitäten der einzelnen Programmpunkte.
Eröffnung
Die feierliche Eröffnungsveranstaltung bildet den Auftakt des Programms und setzt ein besonderes Zeichen für die kommenden Tage. Sie wird durch Grußworte eröffnet, die den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung abstecken und ihre Bedeutung hervorheben. Eine anschließende Talkrunde greift zentrale Themen auf und ordnet diese aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein. Damit schafft die Eröffnungsveranstaltung eine inhaltliche Einführung und bereitet auf die folgenden Programmpunkte vor.
Chatbots von Beschäftigten für Beschäftigte: Eine Studie zum Einsatz KI-gestützter Technologien in Werkstätten
In Kooperation zwischen der BAuA und den Iserlohner Werkstätten wurde untersucht, ob Menschen mit kognitiven und Entwicklungsbeeinträchtigungen mithilfe KI-gestützter Plattformen eigene Arbeitshilfen entwickeln können. Nach einer einwöchigen Schulung entwickelten sechs Beschäftigte vier Chatbots, z. B. zur Krankmeldung. Diese wurden in der Werkstatt implementiert. Begleitende Interviews mit Endnutzer:innen und Gruppenleitungen zeigten eine überwiegend positive Bewertung. Der 30-minütige Vortrag wird einen Einblick in die Ergebnisse und die weiteren Einsatzmöglichkeiten für WfbM bieten.
Die "geschlossenen Welten" öffnen - Teilhabe am Arbeitsleben in Fördergruppen und Tagesförderstätten
Mit dem BTHG gilt es, sich von Konzepten wie Aussonderung, Betreuung und Förderung zu lösen und ein neues Selbstverständnis von Teilhabe zu entwickeln. Das betrifft auch Tagesförderstätten und Fördergruppen in WfbM. Der Vortrag fragt: Was bedeutet Arbeiten für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf? Wo können sie am Arbeitsleben teilhaben? Wie lässt sich Teilhabe personzentriert gestalten – in und außerhalb der Einrichtung? Und wer unterstützt bei der Umsetzung dieses Rechts?
Die Betriebsintegrierte Beschäftigung in Hessen
Das hessische Modell der Betriebsintegrierten Beschäftigung (BiB) ermöglicht inzwischen über 1.700 Werkstattbeschäftigten eine Tätigkeit in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Angebahnt und begleitet werden die BiBs durch Fachkräfte für Berufliche Integration (FBI). BiB-Plätze können dabei sowohl eine langfristige Teilhabeperspektive bieten als auch ein Zwischenschritt auf dem Weg in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis sein. Im Rahmen des Vortrages berichten zwei FBIs, wie sie täglich daran arbeiten, diese Perspektiven für Werkstattbeschäftigte zu eröffnen.
Digitale Lernmaterialien selbst erstellen: Einfach. Cool. Interaktiv.
In diesem Workshop lernen Sie das einfache Autorentool Eddie (didab-BildungsEditor) kennen. Damit können Sie unkompliziert und mit wenigen Klicks eigene digitale Lernmaterialien erstellen. Am Beispiel einer Lerneinheit zeigen wir Ihnen den Entstehungsprozess von der Idee bis zum fertigen interaktiven Lernpaket. Der didab-BildungsEditor eignet sich besonders als Instrument der beruflichen Bildung und zur Stärkung der Medien-und Digitalkompetenz.
Erfolgreich durch social Franchise
Seit 25 Jahren ermöglichen über 100 CAP-Märkte vielen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Vorstand Thomas Heckmann berichtet von der Entstehung der Idee bis zum Erfolgskonzept CAP-Markt als sympathischer Nahversorger im deutschen Einzelhandel. Ebenso einzigartig ist das SOMO Bikeshop Konzept: Gemeinsam mit Branchenexperten zeigt Bereichsleiter Florian Dobner, wie soziale Mobilität und Inklusion in der Fahrradbranche erfolgreich in den Arbeitsmarkt führen.
Teilhabe gestalten - Die Vielfalt der Beruflichen Bildung zwischen hohen Assistenzbedarfen und betriebsintegrierter Qualifizierung
Berufliche Bildung ist Vielfalt – besonders, wenn Angebote für Menschen mit hohem Assistenzbedarf und betriebsintegrierte Qualifizierungen in einem Konzept zusammengeführt werden. Die Iserlohner Werkstätten teilen Erfahrungen, zeigen Praxisbeispiele und verdeutlichen, wie personenzentrierte Teilhabe in der beruflichen Rehabilitation gelingt. Im Fokus steht nicht die fertige Lösung, sondern der Austausch mit Fachkolleg*innen über Chancen, Wege und Herausforderungen in der WfbM.
Einfache Zeitstrukturen für alle: neuroTime & nonu
Für viele Menschen in WfbM, etwa mit Autismus oder Intelligenzminderung, sind klassische Uhren schwer verständlich. neuroTime bietet eine einfache Lösung: eine Uhr ohne Ziffern und mit nur einem Zeiger, die Zeiträume klar sichtbar macht. Die App nonu nutzt farbige Segmente und Fotos aus der eigenen Lebenswelt, die Aktivitäten zugeordnet sind. So lassen sich Tagesabläufe in Arbeits- und Förderbereichen verständlich darstellen. Aktivitäten, Zeiten und Bilder können flexibel an jede Situation angepasst werden.
Gemeinsam entscheiden leicht gemacht - Partizipation in WfbM mit Systemisch Konsensieren
Alle Menschen, auch mit Behinderungen, sollten an Entscheidungen beteiligt sein, die ihren Arbeitsplatz betreffen. Doch ob Teamfeier, Auftragsannahme oder Finanzfragen, Gruppenentscheidungen sind schwierig. Systemisch Konsensieren sucht keine Mehrheiten, die Minderheiten übergehen. Stattdessen werden Einwände erfragt und mit diesen die Vorschläge weiterentwickelt. Der flexible Ablauf und die wertschätzende Haltung machen es gerade für mixed-abled Gruppen geeignet. Im Vortrag wird das Verfahren an praktischen Beispielen simuliert. Danach diskutieren wir Anpassungen für spezifische Zielgruppen.
Gesundheit einfach machen – Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderungen im Werkstattkontext
Ein alarmierender Befund: Menschen mit Behinderungen erkranken bis zu dreimal häufiger und schwerer als andere. Um dem zu begegnen, organisierten wir 2025 erstmals einen Gesundheitstag mit Partnern aus Sport, Krankenkassen und Verwaltung. Ziel: niedrigschwellige, praxisnahe Gesundheitsförderung. Eingebettet ins FIBS-Projekt „Gesundheit einfach machen 2.0“ setzen wir auf nachhaltige Netzwerke, Beteiligung der Beschäftigten und übertragbare Formate. Gesundheit ist Basis für Teilhabe, Arbeit und Lebensqualität.
Mittelerwirtschaftung in der Wohlfahrtspflege – Möglichkeiten und Risiken unter Beachtung des Gemeinnützigkeitsrecht
Organisationen der Wohlfahrtspflege stehen zunehmend im Spannungsfeld zwischen sozialer Mission und ökonomischer Effizienz. Die Sicherung ausreichender Liquidität zur Erfüllung gemeinnütziger Ziele zählt zu den zentralen strategischen und operativen Herausforderungen. Der Vortrag zeigt Wege der Mittelerwirtschaftung unter Beachtung der §§ 55, 56 und 66 AO auf, beleuchtet typische Problemfelder anhand praktischer Beispiele und aktueller Rechtsprechung und gibt Hinweise zu einem wirksamen steuerlichen Risikomanagement.
Das aktive Wahlrecht zur Schwerbehindertenvertretung – was der Beschluss des Bundesarbeitsgerichts für die Praxis in den Werkstätten bedeutet
Der Beschluss des Bundesarbeitsgerichts zum aktiven Wahlrecht von Werkstattbeschäftigten bei der Wahl zur Schwerbehindertenvertretung hat nicht nur weitreichende Bedeutung für die Interessensvertretung der Werkstattbeschäftigten, sondern auch auf den alltäglichen Umgang in den Werkstätten hiermit. Auf Grundlage der von der BAG WfbM hierzu veröffentlichten Handreichung werden in diesem Vortrag die zentralen Feststellungen und Folgen des Beschlusses besprochen und rechtlich eingeordnet. So soll ein Überblick und mehr Klarheit zum praktischen Umgang mit dem Beschluss geschaffen werden.
Verleihung der "exzellent"-Preise
Die diesjährigen „exzellent“-Preise werden verliehen und würdigen auf besondere Weise herausragende Leistungen für die Teilhabe am Arbeitsleben. Mit der Auszeichnung werden beispielhafte Initiativen, Projekte und Engagements sichtbar gemacht, die sich in besonderem Maße für Inklusion und nachhaltige Beschäftigung einsetzen. Die Preisverleihung hebt erfolgreiche Ansätze hervor und unterstreicht die Bedeutung innovativer und wirksamer Beiträge zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben.
Vorrichtungsbau Heute
„Vorrichtungsbau Heute“ eröffnet neue Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben. Von Planung und Einkauf bis Bau und Inbetriebnahme werden rechtliche Vorgaben sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz betrachtet. CaPHANDY e.V. zeigt anhand konkreter Beispiele, worauf Betreiber und Hersteller achten müssen. Mitarbeitende benötigen rechtliche und technische Grundlagen sowie eine lückenlose Dokumentation. Zudem werden Entwicklungen wie Digitalisierung und digitale Hilfsmittel für die Einbindung von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen erläutert.
Eintauchen in die Gefühlswelt von Menschen mit Demenz
Demenz betrifft zunehmend auch Menschen mit Lernschwierigkeiten bzw. Down-Syndrom – Studien prognostizieren einen starken Anstieg. Für Fachkräfte der Eingliederungshilfe entstehen neue Herausforderungen: Wie erleben Betroffene ihren Alltag? Wie lassen sich Demenz erkennen, Kommunikation anpassen und Teilhabe sichern? Der Workshop vermittelt Wissen und Erfahrungen – u. a. durch einen Demenzparcours und gezielte Informationen zur Einbindung von Menschen mit Demenz.
Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit (Validierung): Eine neue Möglichkeit für Berufserfahrene ohne Abschluss
Seit 1.1.2025 haben Erwachsene mit langjähriger Berufserfahrung einen Rechtsanspruch auf Validierung ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit. Damit können Personen ohne Abschluss, aber mit umfangreicher Praxiserfahrung in einem Ausbildungsberuf, ihre Kompetenzen sichtbar machen. Der Vortrag zeigt, wie das Verfahren abläuft, welche Zugänge Menschen mit Behinderung haben und welche Vorteile die Feststellung bietet.
Inklupreneur Bielefeld: Ein Modell für inklusive Zusammenarbeit zwischen Werkstätten und Unternehmen
Das Startup Inklu-Solutions und proWerk Bethel entwickeln neue Ansätze für die Zusammenarbeit zwischen Werkstätten und Unternehmen. Zentrales Prinzip: „nichts ohne uns über uns“ – Menschen mit Behinderung agieren unter anderem als Mentor*innen mit direktem Unternehmenskontakt. Ziel ist es, Unternehmen „fit für Inklusion“ zu machen und so Übergangsquoten zu steigern. Die Case-Study zeigt, wie dieser Ansatz auch zur Organisationsentwicklung bei einem etablierten Werkstattträger beitragen kann. Nun soll ein Trainingsangebot für weitere Träger entstehen.
More than words?! Potenziale und Herausforderungen für Unternehmen bei der Gestaltung inklusiver Recruiting-Prozesse
Die Studie „Inklusive Berufswelten implementieren und stärken (IBis)“ untersucht das Inklusionspotenzial von Bewerbungs- und Anstellungsprozessen aus Unternehmenssicht. Von Oktober 2024 bis Februar 2026 wird sie mit der WISTA GmbH in Berlin-Adlershof durchgeführt. In Interviews mit Führungskräften und Personalverantwortlichen wird ermittelt, wie Inklusion und Teilhabe in Recruiting und Bewerbung berücksichtigt werden. Der Vortrag präsentiert zentrale Ergebnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen.
Qualität im Betrieb – Personenzentrierte und betriebliche Teilhabe bei anderen Leistungsanbietern und WfbM
Das Projekt „Qualität im Betrieb“ (2025–2029, BMAS-gefördert) entwickelt praxisnahe Ansätze, wie personenzentrierte und betriebliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bei anderen Leistungsanbietern und WfbM nachhaltig gelingt. Im Fokus stehen Übergänge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Kooperationen mit Betrieben sowie die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen als Expert*innen in eigener Sache. Der Workshop gibt Einblicke und lädt zur Diskussion möglicher Lösungen ein.
Wie kann ich mein Amt als Frauen-Beauftragte entsprechend ausüben (Umsetzung)
Frauen-Beauftragte haben es oft schwer, ihr Amt gut auszuüben. Sie sie sind oft allein für ganz viele Frauen zuständig und haben wenig Unterstützung. Deswegen möchten wir Euch in diesem Vortrag Tipps an die Hand geben, damit Ihr Eure Arbeit gut umsetzen könnt.
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Die Tickets sind personengebunden, Angaben zum Namen können jedoch nachträglich angepasst werden. Personen mit Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen B können kostenlos von einer Assistenzperson begleitet werden.
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